EUR — ₺ 0,0000
USD — ₺ 0,0000
Laravel
🚀 Elevator Trade Academy

Technisches Aufzugslexikon

Definitionen aller Aufzugsmodelle, Barrierefreiheitssysteme sowie mechanisch-elektronischen Komponenten nach globalen B2B-Handelsstandards.

Personenaufzug mit Triebwerksraum (MR):

Traditionelles Personenbeförderungssystem, bei dem sich der Antriebsmotor und der Schaltschrank in einem speziellen Raum (Triebwerksraum) oberhalb des Aufzugsschachts befinden.

Triebwerksraumloser Personenaufzug (MRL):

Moderner Personenaufzug, bei dem der getriebelose Motor ohne separaten Raum direkt im Schacht platziert wird, was architektonische Raumschonung und hohe Energieeffizienz gewährleistet.

Panoramaaufzug:

Ästhetisches und luxuriöses Aufzugsmodell, bei dem die Kabinenwände teilweise oder vollständig aus bruchsicherem Verbund-Sicherheitsglas hergestellt sind, sodass die Fahrgäste den Blick nach draußen genießen können.

Bettenaufzug (Krankenhausaufzug):

Speziell für Krankenhäuser entwickelte Aufzüge, die über eine tiefe Kabinenstruktur verfügen, in der Betten und Begleitpersonen problemlos Platz finden, sowie eine präzise Bündiglandung und Notfall-Prioritätsmodi bieten.

Güteraufzug (Freight Elevator):

Hochleistungsaufzüge, die für den Transport schwerer palettierter Produkte in Fabriken und Logistikzentren mit dicken Stahlblechen und hochfesten Fahrkorbrahmen hergestellt werden.

Fahrzeugaufzug (Car Lift):

Spezialaufzüge, die den vertikalen Transfer von PKWs oder Nutzfahrzeugen anstelle einer Parkhausrampe ermöglichen und über zwei Kabinenruftableaus (COP) sowie breite Türöffnungen verfügen.

Kleingüteraufzug (Service- / Speisenaufzug):

Kleine Serviceaufzüge, die in Restaurants, Hotels und Villen zum Transport von Speisen oder Küchenutensilien verwendet werden und deren Abmessungen so ausgelegt sind, dass Personen sie nicht betreten können.

Vertikale Hebeplattform für Rollstuhlfahrer:

Plattformsystem, das Rollstuhlfahrern und älteren Menschen an Gebäudeeingängen oder in Gebäuden mit wenigen Stockwerken ein sicheres vertikales Heben ermöglicht.

Geschlossene Hebeplattform:

Vertikaler Lift für Menschen mit Behinderungen, der durch einen geschlossenen Schacht aus Stahlkonstruktion, Glas oder Sandwichpaneelen vollständig eingehaust und somit vor äußeren Witterungseinflüssen geschützt ist.

Offene Hebeplattform:

Praktische Barrierefreiheitsplattform ohne geschlossenen Schacht, die meist bei geringen Höhenunterschieden von bis zu 2–3 Metern (wie z. B. bei Stufen an Gebäudeeingängen) eingesetzt wird.

Schrägplattformlift (Treppenplattformlift):

Plattformsystem für Menschen mit Behinderungen, das sich horizontal/schräg entlang einer Stahlschienenbahn über den vorhandenen Treppenstufen bewegt und über einen klappbaren Plattformboden verfügt.

Treppensitzlift:

Heimsysteme für gerade oder kurvige Treppenverläufe, die es gehbehinderten, älteren und kranken Menschen ermöglichen, auf einem in die Schiene integrierten Sitz sitzend die Treppe zu bewältigen.

Scheren-Hebeplattform:

Kompakte Hebelösung, die sich durch das Ein- und Ausfahren eines darunter liegenden hydraulischen Scherenmechanismus vertikal bewegt und den Bedarf an einer Schachtgrube minimiert.

Schwimmbad-Lifter:

Eine aus wasserbeständigem Edelstahl gefertigte Sitzvorrichtung, die mit Wasserdruck oder Akkukraft betrieben wird, um Menschen mit Behinderungen, Kranken oder älteren Personen den sicheren Zugang zu Schwimmbecken zu ermöglichen.

Lichtvorhang (Infrared Light Curtain):

Elektronischer Sicherheitsvorhang, der vertikal zwischen den Türflügeln installiert ist und durch Dutzende unsichtbarer Infrarot-Lichtstrahlen die Tür in Millisekunden wieder öffnet, sobald ein Lebewesen oder ein Objekt dazwischentritt.

Einweg-Lichtschranke (Single Beam Photocell):

Wirtschaftlicher Lichtschrankensensor mit nur einem Lichtstrahl, der als einzelne Linie im unteren oder mittleren Bereich der Tür positioniert ist, nur Hindernisse auf dieser Höhe erkennt und die Türsteuerung auslöst.

Kartenleser und Zutrittskontrolle (RFID Access Control):

Sicherheitsausstattung, die in der Kabine oder an den Etagen montiert wird und autorisiertem Personal den Zugang zu bestimmten Stockwerken durch Einlesen eines codierten Schlüsselanhängers oder einer RFID-Karte ermöglicht.

Notruf- und Gegensprechanlage (Intercom):

Zwei-Wege-Kommunikationssystem, das eine direkte Sprachverbindung aus der Kabine zum Triebwerksraum, zur Sicherheitszentrale oder zum technischen Kundendienst herstellt ve bei Störungen für die Personenbefreiung zwingend erforderlich ist.

Kabinen- & Etagentableau (COP & LOP):

Kabinen- & Etagentableau (COP & LOP):

Getriebeloser Motor (Gearless Machine):

Moderner Synchronmotor mit hoher Polzahl, der ohne Reduziergetriebe (Direktantrieb) auskommt, extrem leise läuft und ein Maximum an Energieeinsparung bietet.

Getriebemotor (Geared Machine):

Traditioneller Aufzugsmotor, der ein Schneckengetriebe (Reduziergetriebe) nutzt, um die Drehzahl der Motorwelle zu verringern und das Drehmoment zu erhöhen; bevorzugt bei klassischen Projekten mit Triebwerksraum.

VVVF-Frequenzumrichter (Frequenzsende-Inverter):

Geschwindigkeitsregelgerät, das durch Anpassung von Spannung und Frequenz des Aufzugsmotors für ein absolut ruckfreies, komfortables Anfahren und Abbremsen des Aufzugs sorgt.

Drehgeber / Enkoder (Encoder):

Präziser elektronischer Sensor, der die Drehzahl und Drehrichtung der Motorwelle milimetergenau misst, an die Steuerkarte übermittelt ve dafür sorgt, dass die Kabine bündig auf Etagenhöhe anhält.

Schaltschrank / Steuerung (Control Panel):

Das digitale Hauptrechenzentrum des Aufzugs, das die Fahrstuhlbewegungsszenarien, Etagenrufe und alle Sicherheitskreise über mikroprozessorgesteuerte Hauptplatinen regelt.

Notbefreiungssystem (UPS / ARD / Evakuierungseinheit):

Evakuierungseinheit, die sich bei einem Netzausfall automatisch über Batterien/Akkus zuschaltet, die Kabine zur nächsten Haltestelle fährt ve die Türen öffnet, um das Einschließen von Fahrgästen zu verhindern.

Rückspeiseeinheit (Regenerative Drive):

Ein System grüner Technologie, das die vom Motor erzeugte Energie bei Bremsvorgängen oder Schwerkraftfahrten (leer nach oben oder voll nach unten) in Strom umwandelt und in das Gebäudenetz zurückspeist.

Kabinen- & Gegengewichts-Führungsschiene:

Stahl-T-Profile, die eine vertikale Führung des Fahrkorbs und des Gegengewichtsrahmens im Schacht gewährleisten und je nach Geschwindigkeit und Tragfähigkeit des Projekts kaltgezogen oder bearbeitet (machined) hergestellt werden.

Schienenlasche (Fishplate) & Schienenhalterung (Bracket):

Laschenplatten, die die Führungsschienen stirnseitig milimetergenau verbinden, sowie hochfeste Schienenhalterungen aus Stahl, die die Schienenstränge an der Schachtwand fixieren und den Ausgleich von Schachtabweichungen ermöglichen.

Schwerlastanker & Spannklemme (Rail Clip):

Schwerlastdübel zur Verankerung der Konsolen im Beton sowie geschmiedete Schienenbefestigungs-Spannklemmen, die die Schiene mit der Halterung verbinden und gleichzeitig die natürlichen Setzungsbewegungen des Gebäudes zulassen.

System mit Rucksack-/Hintergewicht (Rear Counterweight):

Ein Layout-Plan, bei dem der Gegengewichtsrahmen direkt hinter der Kabinenrückwand positioniert wird; angewendet bei Architekturprojekten mit großer Schachtbreite, aber geringer Schachtundtiefe.

System mit Seitengewicht (Side Counterweight):

Standard-Layout-Typ, bei dem der Gewichtrahmen an der rechten oder linken Kabinenseitenwand platziert wird; bevorzugt in Gebäuden mit großer Schachttiefe, aber schmaler Schachtbreite.

Stahl-Tragseil (Traction Rope):

Hochbiegefeste Drahtseile mit Faser- oder Stahleinlage, die die Kabine und den Gegengewichtsrahmen miteinander verbinden und die gesamte Last durch Reibung in der Treibscheibe tragen.

Untergewichtskette / Ausgleichskette (Compensating Chain):

Eine kunststoffummantelte schwere Kette, die zwischen der Kabinenunterseite und dem Gegengewichtsrahmen aufgehängt wird, um bei hohen Gebäuden die Gewichtsverlagerungen der Tragseile während der Aufzugsbewegung zu neutralisieren.

Hydraulischer Aufzug (Hydraulic Lift):

Aufzugssystem für schwere Lasten oder Gebäude mit wenigen Stockwerken, bei dem die vertikale Bewegung des Fahrkorbs dadurch erfolgt, dass eine elektromotorische Pumpe Hydrauliköl mit Druck in einen Stahlzylinder (Kolben) presst.

Hydraulikaggregat & Kolben (Rupture Valve):

Der Hauptantriebstank, der den Öltank und die Ventile beinhaltet, sowie der Kolbenzylinder, der die Kabine anhebt. Das Rohrbruchventil (Rupture Valve), das im Falle eines Leitungsbruchs das Ababstürzen des Fahrkorbs verhindert, ist das kritischste Sicherheitsbauteil.

Geschwindigkeitsbegrenzer (Overspeed Governor):

Sicherheitsrolle am Schachtkopf, die mittels Fliehkraftmechanismus verriegelt, sobald die Kabinengeschwindigkeit die zulässige Sicherheitsgrenze überschreitet, und über ihr Seil die mechanische Fangvorrichtung am Fahrkorb auslöst.

Fangvorrichtung / Parachute-Bremse (Safety Gear):

Mechanisches Sicherheitssystem, das unter dem Fahrkorbrahmen montiert ist, durch das Ziehen des Begrenzerseils aktiviert wird, mit seinen gezahnten Stahlbacken in die Führungsschienen beißt und die Kabine in der Luft blockiert.

Sicherheitsstromkreis / Sicherheitskette (Safety Chain Circuit):

Elektrische Leitung, in der Türverriegelungsakte, Schachtendbegrenzungsschalter (Limit Switches), Seilzugkontakte und Not-Halt-Taster in Reihe geschaltet sind, sodass der Motorbetrieb unmöglich ist, wenn auch nur ein einziger Kontakt geöffnet ist.

Überlastsystem & Hydraulischer Puffer:

Lastmesszellensystem, das bei Kapazitätsüberschreitung die Türen offen hält, sowie hydraulische oder federnde Dämpfungselemente im Schachtgrund, die mögliche Stoßkräfte bei einem freien Fall absorbieren.

Schachtgrube (Pit Depth):

Der vertikale Tiefenabstand des Aufzugsschachts vom Bodenniveau der untersten Haltestelle bis zur Schachtsohle, in dem die Puffer platziert sind und der den gesetzlichen Schutzraum (Sicherheitsraum) für das Wartungspersonal beinhaltet.

Schachtkopfhöhe (Headroom):

Die vertikale Höhe vom Bodenniveau der obersten vom Aufzug bedienten Etage bis zur Schachtdecke, die einen gesetzlichen Sicherheitsraum für das technische Personal bereitstellt, wenn der Fahrkorb die höchste Position erreicht.

Förderhöhe / Seyir-Distanz (Travel Height):

Der Netto-Arbeits- und Bewegungsweg, den die Kabine vertikal zwischen dem Fußboden der untersten Haltestelle und dem Fußboden der obersten Haltestelle zurücklegt.

Aufzugsverkehrsberechnung:

Eine ingenieurtechnische Simulationsberechnung nach internationalen Standards, die basierend auf der Personendichte im Gebäude, der Etagenanzahl und dem Verwendungszweck die erforderliche Kapazitäts-, Geschwindigkeits- und Mengendynamik des Aufzugs bestimmt.

Satinierter & gemusterter Edelstahl:

Eine Klasse von industriellem Stahlmaterial, das für Kabineninnenverkleidungen und Türflügel verwendet wird; kratzfest, fingerabdruckfrei (satiniert) oder mittels spezieller chemischer Säuren mit dekorativen Mustern versehen.

Spiegel-Gold / Bronze-Edelstahl:

Hochwertige Blechverkleidung mit Spiegelglanz, die durch elektrochemische Verfahren in Gold- oder Bronzetönen gefärbt wird, um die Kabinenästhetik und das Tiefengefühl in Luxushotels, Geschäftszentren und Residenzprojekten zu steigern.

Lasergeschnittene abgehängte Decke (LED-Decke):

Ein elegantes Deckensystem im Fahrkorb, bei dem Edelstahlbleche auf computergesteuerten Lasermaschinen mit künstlerischen Mustern geschnitten und dahinter mit einer homogenen LED-Beleuchtung ausgestattet werden.

Granit- & PVC-Bodenbelag:

Natürliche, antibakterielle Granitsteinböden, die schweren Lasten und Verschleiß in Personen- und Bettenaufrufen standhalten; bei Güterplattformen hingegen rutschfeste Riffelblech- oder hochdichte, leichte PVC-Bodenbelagslösungen.

Aufzugsmodernisierung (Erneuerung / Retrofitting):

Prozess der vollständigen Erneuerung von alten Aufzügen, die ihre Lebensdauer überschritten haben oder verschlissen sind; dabei werden Schacht- und Schienenstrukturen beibehalten, während Motor, Schaltschrank, Kabine und Türen gemäß den neuesten Sicherheitsstandards (EN 81-20/50) erneuert werden.

Grüne Prüfplakette (Mängelfreiheit):

Offizielle Prüfplakette, die nach periodischen Überprüfungen durch international akkreditierte Überwachungsstellen bescheinigt, dass der Aufzug in Bezug auf Personen- und Sachschäden zu 100 % mängelfrei und absolut sicher für den Betrieb ist.

Blaue Prüfplakette (Geringe Mängel):

Kontrollplakette, die bescheinigt, dass der Aufzug geringfügige technische Mängel aufweist, die die Sicherheit von Personen und Sachen beim Betrieb nicht direkt gefährden, jedoch innerhalb kürzester Zeit vom Wartungsdienst behoben werden müssen.

Jährliche periodische Hauptprüfung:

Der Prozess, bei dem fertig montierte oder aktiv betriebene Aufzüge gemäß internationalen Standards und lokalen Vorschriften mindestens einmal im Jahr einer obligatorischen technischen Prüfung durch eine unabhängige zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) unterzogen werden.

Gearless MRL & Headroom-Kriterium:

Bei getriebelosen, triebwerksraumlosen Systemen befinden sich Motor und Steuerung im Schacht. Gemäß EN 81-20 muss die minimale Schachtkopfhöhe (Headroom) für eine Geschwindigkeit von 1,0 m/s aufgrund gesetzlicher Schutzräume 3800–4000 mm betragen.

Geared MR & Triebwerksraum-Abmessungen:

Bei getriebenen Systemen mit Triebwerksraum muss die Raumbreite das Schachtmaß auf beiden Seiten um mindestens 300 mm übersteigen, und die Deckenhöhe sollte für ein komfortables Arbeiten des Personals mindestens 2000–2200 mm betragen.

Hydrauliksystem & Schachtkopf-Vorteil:

Da kein zusätzlicher Raum über dem Schacht erforderlich ist, kann die minimale Schachtkopfhöhe auf einem niedrigen Niveau (3400–3500 mm) gehalten werden. Das Hydraulikaggregat kann unabhängig vom Schacht auf einer beliebigen Etage platziert werden.

Trommelaufzug / Trommel-System (ohne Gegengewicht):

Beinhaltet keinen Gegengewichtsrahmen; das Tragseil wird auf eine Trommel aufgewickelt. Da keine Gewichtsschienen Platz beanspruchen, bietet es maximale Kabinenbreite in schmalen Schächten, jedoch ist der Energieverbrauch des Motors höher.

Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU (>0,15 m/s):

Umfasst Standardaufzüge mit einer Nenngeschwindigkeit von mehr als 0,15 Metern pro Sekunde. Ein vollständig geschlossener Schacht, eine zwingend erforderliche Kabinentür und eine mechanische Fangvorrichtung mit Geschwindigkeitsbegrenzer sind nach dieser gesetzlichen Verordnung vorgeschrieben.

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (≤0,15 m/s):

Umfasst Hebeplattformen für Rollstuhlfahrer und Lastenlifte mit einer maximalen Nenngeschwindigkeit von 0,15 Metern pro Sekunde oder weniger. Diese Systeme werden gesetzlich nicht als Aufzüge, sondern als vertikale Hebeanlagen registriert.

Richtlinien EN 81-70 & EN 81-72/73:

Gesetzliche Vorschriften, die die Tableaustandards mit Blindenschrift (Braille) für die Barrierefreiheit festlegen (EN 81-70) sowie die Verhaltensszenarien für die sichere Fahrt des Aufzugs in die Evakuierungsetage im Brandfall regeln (EN 81-72/73).

Geschwindigkeitsstufen (0,50 m/s – 4,0 m/s+):

In Standard-Wohngebäuden werden 1,0 m/s, in halbhohen Gebäuden 1,6 m/s und in Hochhäusern sowie Wolkenkratzerprojekten Geschwindigkeiten von 2,5 m/s, 3,0 m/s, 4,0 m/s und darüber bevorzugt. Mit zunehmender Geschwindigkeit werden aerodynamische Windwiderstandsberechnungen zwingend erforderlich.

Dämpfende Fangvorrichtung & Hydraulischer Puffer:

Sobald die Geschwindigkeit 1,0 m/s und mehr erreicht, ist gemäß EN 81-20 der Einsatz einer dämpfenden Fangvorrichtung (Gleitfangvorrichtung) zum Schutz der Fahrgäste vor abrupten Stoppschocks sowie der Einsatz von hydraulischen Kolbenpuffern im Schachtgrund gesetzlich vorgeschrieben.

Bearbeitete Schienenstandards (Class A):

Bei Hochgeschwindigkeitsprojekten (1,6 m/s und darüber) werden entlang des Schachts ausschließlich an der Oberfläche CNC-bearbeitete Schienen der Klasse A verwendet, um Kabinenvibrationen, Windgeräusche und Hochgeschwindigkeitsschwankungen vollständig zu eliminieren.

Schiff- und Yachtaufzüge (Marine Elevators):

Spezialaufzüge für Luxusyachten und Passagierschiffe, die gegen Salzwasserkorrosion, extreme Luftfeuchtigkeit und die Roll- und Stampfbewegungen (Pitching/Rolling) des Schiffes ausgelegt sind. Die Schienenführungssysteme sind verstärkt, um Erschütterungen zu absorbieren; Motoren, Steuerungen und mechanische Teile sind mit wasserdichten Gehäusen nach entsprechenden IP-Schutzarten ausgestattet. Im Innenausbau werden leichte, aber luxuriöse Materialien verwendet, um die Stabilität des Schiffes nicht zu beeinträchtigen.

AISI 316 Edelstahl für Kleingüteraufzüge und Barrierefreiheitslösungen:

Ultrabeständige, molybdänlegierte Edelstahlklasse, die in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, in Krankenhausküchen sowie bei marinen Projekten anstelle des Standard-V2A-Stahls verwendet wird. Service- und Speisenaufzüge aus AISI 316 (V4A) sind absolut resistent gegen säurehaltige Reinigungschemikalien und zu 100 % konform mit den Lebensmittelhygiene-Regularien (HACCP). Auch bei Hebeplattformen im Außenbereich wird diese Premiumklasse gewählt, um Rostbildung vollständig zu eliminieren.

Sicherheitsstandards für Panorama-Glasaufzüge:

Bei Panoramaaufzügen dürfen die Kabinenwände und Schachtpaneele keinesfalls aus einfachem Flachglas bestehen; gemäß EN 81-20 ist der Einsatz von hochschlagfestem, splitterfreiem Verbund-Sicherheitsglas (VSG) zwingend vorgeschrieben. Die Festigkeitsberechnungen der Glasstärken und Halteprofile werden durch ingenieurtechnische Simulationen basierend auf dem maximalen Kabineninnendruck verifiziert.

Brandschutzklassen bei Aufzugstüren (Kriterien E 120 / EI 60):

Internationale Klassifizierungen, die den Feuerwiderstand von automatischen Schachtüren gegen das Übertreten von Flammen und toxischen Gasen zwischen den Etagen definieren. Türen der Klasse E 120 behalten ihre Raumabschluss-Integrität im Brandfall für volle 120 Minuten bei. Die Klassen EI 60 / EI 90 / EI 120 (E - Integrität / I - Isolation) verhindern darüber hinaus für den angegebenen Zeitraum, dass die Temperatur auf der feuerabgewandten Seite (im Vorraum für Fahrgäste und Rettungskräfte) die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet.

Zielwahlsteuerung / Zielrufsteuerung (Destination Control System - DCS):

Ein intelligentes Verkehrsmanagement-System, bei dem Fahrgäste ihr Ziel an Bedienterminals in der Etagenlobby auswählen, bevor sie den Fahrkorb betreten. Das System fasst Fahrgäste mit demselben Ziel für dieselbe Kabine zusammen, wodurch Wartezeiten, Zwischenstopps und der Gesamtenergiebedarf minimiert werden.

Berührungslose Rufsteuerung und QR-Code-Zutritt:

Hygienische Zugangstechnologie der neuesten Generation, bei der Fahrgäste den Aufzug über Infrarotsensoren rein durch Annäherung des Fingers rufen oder mittels Scannen eines QR-Codes über ihr Smartphone kontaktlos steuern können.

Schwingungsisolatoren und Schalldämmelemente:

Spezielle Gummi- oder Polyurethan-Dämpfer, die an den Schnittstellen zwischen Aufzugsmotor, Schienenkonsolen und der Gebäudewand platziert werden. Sie verhindern, dass mechanische Schwingungen des Antriebs und der Kabinenbewegung als Körperschall in den Beton des Bauwerks eingeleitet werden, wodurch Brummgeräusche in angrenzenden Wohnräumen (Bauakustik) eliminiert werden.

Akustische Schachtisolierung und Dezibel-Grenzwerte:

Schallabsorbierende, nicht brennbare Dämmplatten an den Schachtinnenwänden bei anspruchsvollen Architekturprojekten. Sie absorbieren die aerodynamischen Windgeräusche, die durch schnellfahrende Kabinen entstehen, und gewährleisten technisch die Einhaltung der strengen Grenzwerte für Wohnbereiche von maximal 30–35 dB(A) gemäß DIN 4109.

Vorausschauende Wartung und KI-basierte IoT-Sensoren (Predictive Maintenance):

Vernetzte Sensorik, die Motortemperatur, Türlaufzeiten, Seilspannungen und Schaltschrank-Spannungsschwankungen rund um die Uhr (7/24) analysiert. Das System erkennt mechanischen Verschleiß oder Abweichungen Tage vor einem potenziellen Ausfall, sendet eine automatisierte Wartungsmeldung an die Cloud-Server und reduziert ungeplante betriebliche Stillstandszeiten auf Null.

Echtzeit-Fernüberwachung und Telemetriemodule:

In den Schaltschrank integrierte Telemetriegeräte mit GSM/SIM-Karte oder WLAN-Anbindung. Die genaue Position, die aktuelle Geschwindigkeit, der Türstatus sowie Fehlercodes eines Aufzugs am anderen Ende der Welt können über die zentrale digitale Benutzeroberfläche des Herstellers oder Wartungsdienstes live und grafisch überwacht werden.